Zur Motivation
Die Ballade über das Schicksal Mesale Tolus ist aus meiner Überzeugung heraus entstanden, dass kein Staat und kein Präsident, kein „sonst wer“ das Recht hat, irgendeinen Menschen, welcher Herkunft auch immer, aufgrund seiner politischen, religiösen oder weltanschaulichen Ansichten einzusperren und ihm seine Lebenszeit zu rauben.
Das Schicksal Mesale Tolus steht stellvertretend für zahllose Gefangene des derzeitigen türkischen Staates (2017): Der Berliner Menschenrechtler Peter Steudtner, die Menschenrechtsaktivistin Özlem Dalkiran, den Journalisten Dennis Yüksel, die Direktorin der türkischen Abteilung von Amnesty International Idil Eser, und, und, und. Es sind Zehntausende. Welch‘ eine Regierung!…

Rechtliche Freigabe des Textes
Meine ursprüngliche Idee, die Ballade zu vertonen, ist nicht aufgegeben. Da ich aber (1) nicht die Zeit in’s Land gehen lassen will, bis eine Vertonung fertig ist, und ich (2) weiss, mit der Sorge um das Schicksal der Eingesperrten nicht alleine zu sein, habe ich mir überlegt, den Text für alle freizugeben.
Wer also von den Kreativen im Land die Ballade oder Teile der Ballade verwenden mag, um Mesale und den anderen politisch Gefangenen zu helfen, darf das gerne tun.
Liedermacher, Bands, Theaterleute, Kabarettisten, Literaten, Künstler, Lehrer, YouTuber, alle, die sich inspiriert fühlen, dürfen die Ballade in eigenen Werken oder Programmen oder Kontexten benutzen. Das gilt auch für kommerzielle Veranstaltungen.

Einschränkungen und Distanzierungen
• Die Rechte am geistigen Eigentum der ungekürzten und unveränderten Ballade liegen bei mir als Autor, Thomas Jung. Ebenso bin ich verantwortlich für Form und Inhalt des ungekürzten, unverfremdeten Textes. Für Änderungen, die sich aufgrund von Bearbeitungen durch andere Menschen ergeben, kann ich keine Verantwortung übernehmen.
• Mein Text soll nicht mit dem Ziel zweckentfremdet werden, um Botschaften der Fremdenfeindlichkeit, des Hasses oder der Diskriminierung anderer Menschen, Religionen, Weltanschauungen… zu verbreiten. Wer dies tut, tut dies gegen meinen Willen und gegen meine Intention.
• Das gilt auch in Bezug auf amtierende Politiker. Mein Unverständnis gegenüber der Politik der türkischen Regierung ist umfassend. Unabhängig davon: Bei allen Vorbehalten gelten die Menschenrechte selbstverständlich auch für deren Mitglieder. Wer die Ballade oder Teile der Ballade verwendet, um entgegengesetzte Aussagen zu verbreiten, tut dies gegen meinen Willen und gegen meine Intention.

Zum Schluss
Möge Mesale Tolu mit ihrem Söhnchen Serkan bald frei sein. Lieber gestern als heute. Und mit diesen beiden zwei auch alle anderen, die in türkischen Knästen aus politischen Gründen eingesperrt sind. Den Familien und den betroffenen Menschen viel Kraft und Stärke.